Grüne Liste Gaiberg e.V. - Text-archiv

Treffen der Grünen Liste Gaiberg e.V. |  Donnerstag, 14. März 24, 19:30 Uhr

 

Die Grüne Liste Gaiberg e.V. lädt alle Mitglieder zur Diskussion und Verabschiedung des Wahlprogramms für die kommende Kommunalwahl am 9. Juni 2024 ein.

Bürgerinnen und Bürger, die sich kommunalpolitisch einbringen wollen, sind ebenfalls herzlich eingeladen.

Wir freuen uns auf anregende Begegnungen.

boe

Treffen der Grünen Liste Gaiberg e.V. zur Kommunalwahl 2024

 

Die Grüne Liste Gaiberg traf sich am Donnerstag, 08.02.24, im BürgerForum Altes Schulhaus, um für die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 eine Liste mit 12 Kandidatinnen und Kandidaten aufzustellen.

In einer Zeit, in der unser demokratisches System durch unsägliche extremistische Gruppierungen in Frage gestellt wird, ist es umso wichtiger, politische Verantwortung zu übernehmen und sein Gesicht zu zeigen.

Bevor wir zum eigentlichen Wahlgang kamen, wurde diskutiert, wie die Mitglieder der Grünen Liste bei der Vorbereitung der Gemeinderatssitzungen beteiligt werden könnten, um die Arbeit im Gemeinderat auf mehr Schultern zu legen und auch Unterstützung und Anregungen zu bekommen. Auf die Frage, wo sich die drei Mitglieder der Grünen Liste Gaiberg, Gisela Klingmann, Gunther Senghas und Hans-Jürgen Hennrich besonders eingesetzt haben, wurde die Ablehnung der Erweiterung des Gewerbegebiets Mäuerles-Fritzenäcker II genannt, fühlen sich die drei doch besonders dem Erhalt der Natur verpflichtet. Leider konnten sie die anderen Mitglieder des Gemeinderats nicht davon überzeugen, dass Natur wichtiger ist, als Geld.

Auch die Problematik bei der Bebauung um die Evang. Kirche wurde erörtert.

Es wurde beschlossen, sich vor der Gemeinderatssitzung im März am Donnerstag, 14.3.24 um 19:30 Uhr wieder im BürgerForum Altes Schulhaus in einer öffentlichen Sitzung zu treffen, um die Tagesordnung zu besprechen, aber auch um die Grünen Positionen angesichts der Kommunalwahl zu aktualisieren und unsere Anliegen für die künftige Gemeinderatsarbeit zu formulieren. Die Bevölkerung ist hierzu herzlich eingeladen.

Im Anschluss an unsere Versammlung fanden die Wahlen für die Liste für die Kommunalwahl 2024 statt. Zunächst wurde über die einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten geheim abgestimmt und danach über die Platzierung auf der Liste, so wie es die Gesetze für die Kommunalwahl vorsehen. Beifall gab es schließlich, als die Liste stand. Seit 1989 tritt die Grüne Liste Gaiberg bei Kommunalwahlen an und fühlt sich umweltpolitisch nur für unser Dorf Gaiberg verantwortlich.

Es war eine sehr gelungene und gut besuchte Veranstaltung.

 

Christa Charlotte Müller-Haider

In der gut besuchten Versammlung der Grünen Liste Gaiberg e.V. wurden aktuelle politische Themen der Lokalpolitik diskutiert.

Neue Mitglieder stellten sich vor sowie Interessenten einer Kandidatur für die anstehende Kommunalwahl. Die Liste wurde in geheimer Wahl erstellt.

Fotos: M. Haider

Treffen der Grünen Liste Gaiberg e.V. |  Donnerstag, 08. Februar 24, 19:30 Uhr

 

Die Grüne Liste Gaiberg e.V. lädt ein zur Nominierungsversammlung und damit zur Aufstellung unserer Liste für die kommende Kommunalwahl am 9. Juni 2024.

Bürgerinnen und Bürger, die sich kommunalpolitisch betätigen wollen, sind ebenfalls herzlich eingeladen.

Wir treffen uns am Donnerstag, den 8.Februar, um 19:30 Uhr im BürgerForum Altes Schulhaus.

Diese Nominierungssitzung ist gesetzlich vorgeschrieben und ist ein wichtiger Teil unserer demokratischen Gesellschaft.

Wie jede andere Gruppierung im Gemeinderat sind wir auch auf der Suche nach Bürgerinnen und Bürgern, die bereit sind, für dieses wichtige Ehrenamt zu kandidieren. Diese Arbeit im Gemeinderat ist wichtig und auch interessant,

Wir werden neben den notwendigen Regularien auch die Gemeinderatsarbeit diskutieren und unsere Liste der Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl am 9. Juni verabschieden.

Wir freuen uns auf anregende Begegnungen.

mh/boe

Treffen der Grünen Liste Gaiberg e.V. |  Donnerstag, 26. Oktober 23, 19:30 Uhr

 

Am Donnerstag, 26. Oktober, um 19:30 Uhr, trifft sich die Grüne Liste Gaiberg e.V. im BürgerForum Altes Schulhaus, um die anstehende Kommunalwahl in 2024 vorzubereiten. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen!

Freunde und interessierte Bürgerinnen und Bürger sind ebenfalls willkommen.

 

Eine Kommunalwahl stellt die Möglichkeit dar, sich in der eigenen Gemeinde in den Entscheidungsprozess wichtiger Themen im Ort einzubringen. So entscheidet der Gemeinderat über viele Dinge, die uns alle hier vor Ort betreffen. Dies geht vom Kindergarten, über Bebauungspläne bis zu klimarelevanten Entscheidungen bei Sanierungen oder Neubauten.

Für diese Kommunalwahl 2024 werden noch mögliche Kandidatinnen und Kandidaten gesucht, die bereit sind, sich für das Wohl und für einen kleineren ökologischen Fußabdruck der Gemeinde einzusetzen.

Wer Interesse an der Kommunalpolitik hat und an der Entscheidungsfindung im Gemeinderat mitwirken möchte, ist herzlich willkommen. Vor allem würden wir uns über jüngere Mitglieder unserer Gemeinde freuen, weil wir meinen, dass Jugendliche und junge Familien im Gemeinderat bisher unterrepräsentiert sind. Wir freuen uns darauf, bekannte und auch neue Gesichter zu sehen!

 

Für die Grüne Liste, Dr. Max. Haider

Gaiberger Bankenkrise erschüttert den Kraichgau(blick)

 

In Gaibergs Bankenviertel gab es in den letzten Wochen einige Bewegungen, die den einen oder andern Bürger sichtlich beunruhigten. Da war zunächst eine Bank am Kraichgaublick, die einst zehn Jahre nach Einführung des Euro die beiden damaligen grünen Gemeinderäte Christa Charlotte Müller-Haider und Martin Boeckh der Bevölkerung gestiftet hatten. Sie stand ursprünglich unbehelligt von allen konjunkturellen oder politischen Turbulenzen auf dem La Canourgue-Platz in der Dorfmitte.

Doch dann kam die Neugestaltung der Dorfmitte, und unsere Bank wurde im Bauhof eingelagert. Kaum war die Neugestaltung abgeschlossen, kam Corona und damit die Frage, wohin mit dem guten Stück? Die Idee, diese zu der bereits vorhandenen und sehr gut frequentierten Bank am Kraichgaublick/Konfikreuz zu gesellen – schließlich erleben wir überall eine Bank(en)konzentration – stieß im Gaiberger Rathaus auf eine gewisse Skepsis: „Entsteht für Gaiberg ein neuer Corona-Hotspot?“, mussten wir uns vom damaligen Hauptamtsleiter mit einem Augenzwinkern fragen lassen. Das Versprechen, einen ausreichenden Abstand zur bestehenden Bank einzuhalten, ließ alle Bedenken verstummen. Zumal eine Bank für Wähler der SPD/Aktive Gaiberger und eine für Wähler der Grünen Liste vorgesehen war. Theoretisch.

Der Bauhof übergab uns unsere Bank, die wir dann aufwändig restaurierten – mit Schleifen, Streichen und Transport zum Kraichgaublick. Einzig der „Diebstahl“ unseres teuren Messingschildes, das uns eindeutig als grüne Sponsoren der Sitzgelegenheit hätte ausweisen können, trübte unseren Tatendrang und hätte uns misstrauisch machen müssen. Denn besagte Bank, so die Erkenntnisse der zuständigen Bank(en)-Aufsichtsbehörde, war gar nicht unsere Bank. Die grüne Bank war also in Wirklichkeit schwarz, denn offensichtlich hatte der Bauhof zusätzlich auch eine Bank der CDU eingelagert und uns dann versehentlich diese ausgehändigt.

Also stand nun seit 2020 am Kraichgaublick eine grüne Bank, die in Wirklichkeit schwarz war. Das konnte auch niemand wissen, denn die Bank trug ein nagelneues, teures Messingschild, das die Grüne Liste Gaiberg eindeutig als den wahren Spender kennzeichnete – allerdings nur bis zu dem Tag, als jemand ganz anderer Meinung war und das Schild kurzerhand abschraubte – und es vermutlich irgendwo zu Geld machte. Die Spur des schnöden Diebstahls verliert sich zwischen Kraichgaublick und Rohstoffbörse.

Die Konfusion war damit aber noch nicht zu Ende. Vor einiger Zeit stellte die Verwaltung an der Bushaltestelle der Panoramastraße eine weitere Sitzgelegenheit in Form einer Holzbank auf. Diese trug ein verwittertes Messingschild. Dem geneigten Leser schwant es bereits: Es war das der Grünen Liste aus dem Jahr 2012. Die Ratlosigkeit war groß und beschäftigte sogar den Gaiberger Gemeinderat in seiner letzten Sitzung.

Schlimm genug, dass CDU-Wählerinnen und Wähler unwissend auf einer von Grünen gespendeten Bank ihren Blick ins Grüne schweifen ließen und das fast drei Jahre lang – so konnte der Zustand keinesfalls weiter aufrechterhalten werden! Um den drohenden Kurs- und Stimmenverlust am Ort abzuwenden, entschloss sich die Verwaltung, das Problem pragmatisch zu lösen: Die beiden Bänke am Kraichgaublick und in der Panoramastraße wurden unter Einsatz von schwerem Gerät getauscht.

Die „grüne“ Bank wurde mit Schleifpapier, Schraubenschlüssel und (umweltgerechten) Klarlack ein weiteres Mal aufgehübscht und trägt nun das ebenfalls restaurierte Messingschild aus dem Jahr 2012.

Nun sind wieder alle Wanderer, Wähler und Bänker jeden Geschlechtes und jeder politischen Couleur herzlich eingeladen, den wunderschönen Blick über unseren (grünen) Kraichgau zu genießen.

Merke: Zu jedem Bank(en)geschäft gehört eine Portion Misstrauen.

 

Martin Boeckh

Sascha Nicolajewicz (l.) und Martin Boeckh richteten nach Gaibergs Bankenkrise die holzfarbene Sitzgelegenheit wieder her.

Frisch gestrichen steht die neue/alte Bank, die einst von Mitgliedern der Grünen Liste Gaiberg gestiftet wurde, am Gaiberger Kraichgaublick/Konfikreuz.

Fotos: M. Boeckh

Zum Thema Radweg Bammental - Gaiberg  |   Leserbrief / veröffentlicht in der RNZ am 31.05.2023

Kompromiss

 

Wir brauchen einen asphaltierten Radweg von Bammental über Gaiberg nach Leimen. Doch gegenwärtig scheinen in Bammental die Wogen hoch zu gehen, und vor allem aus der grünen Ecke kommt erstaunlich viel Widerstand. Vor allem an der Routenführung stören sich einige und sehen in der verlängerten Waldstraße Konfliktpotential, wenn sich Radler und Spaziergänger einen asphaltierten Weg teilen müssen. Dass eine Radwegverbindung Bammental-Gaiberg-Leimen asphaltiert sein sollte, ist notwendig und richtig. Die Klientel der Rennradfahrer hat nämlich keine Möglichkeit, geschotterte Waldwege zu fahren. Ob die Route, wie von den Bammentaler Grünen vorgeschlagen, besser über die Oberdorfstraße zur Totenweghütte und dann weiter nach Gaiberg führt oder nicht, ist letztlich belanglos. Worum es geht – und das sollte eigentlich in allen Gemeinden Konsens sein – ist die Notwendigkeit einer attraktiven Radwegverbindung „über den Gaiberg“ nach Leimen. Der Trend geht zum Fahrrad – mit oder ohne Motor. Und das ist gut so. Hier gilt es, in die Zukunft zu schauen und sich nicht den Blick von ewigen Bedenkenträgern vernebeln zu lassen. Nicht Gaiberger oder Bammentaler Interessen gilt es, zu verfolgen, sondern die des Klimaschutzes und der Verkehrssicherheit.

Das klappt nur mit größtmöglicher Akzeptanz. Das erreicht man mit einer Routenführung mit möglichst geringen Steigungen. Hier wäre von Gaiberger Seite aus mehr möglich gewesen: mit einer Streckenführung über den Festplatz vielleicht sogar mit einer Kehre und nicht über die sogenannte Schneidersklinge mit ihrer Steilstufe. Doch offensichtlich wären davon zu viele Anlieger betroffen, so dass die nun ausgearbeitete Routenführung nur ein Kompromiss darstellt. Aber es ist ein Kompromiss und ein wichtiges Element der überfälligen Verkehrswende.

Martin Boeckh, Gaiberg

 

Dies ist ein persönlicher Leserbrief von Martin Boeckh, veröffentlicht in der RNZ vom 31.05.23, der nicht die abgestimmte Meinung aller Mitglieder der Grünen Liste Gaiberg e.V. darstellt.

Einladung zur Generalversammlung 2023

Die Grüne Liste Gaiberg lädt alle Mitglieder zu einer Generalversammlung am Donnerstag, 25. Mai 2023, um 19.30 Uhr in das BürgerForum Altes Schulhaus, ein.

Tagesordnung:

1. Begrüßung

2. Kurzer Bericht der derzeitigen Gemeinderäte der GL

3. Diskussion einer möglichen Liste für die Gemeinderatswahl 2024

4. Liste der wichtigsten Forderungen der GL zur Kommunalwahl 2024

5. Organisation des Warentauschtags am 1. Juli 2023

5. Verschiedenes

 

Für Getränke wird gesorgt.

7. Warentauschmarkt in Gaiberg: Tauschen statt Wegwerfen

Die Grüne Liste Gaiberg organisierte am Samstag, 1. Juli 2023, auf dem Rathaushof den 7. Warentauschmarkt von 10:00 bis 12:00 Uhr.  |  Hier der Bericht   |   Hier die Fotoimpressionen im Bilderarchiv

Vortrag mit Podiumsdiskussion zum Thema "Rückenwind für die Erneuerbaren: Wie geht es weiter mit dem Wind im Land und in der Region?" am Mo., 07.11.22, 19:30 Uhr, Arche Neckargemünd, Im Spitzerfeld 42 mit Staatssekretär Dr. Andre Baumann (MdL), Dr.-Ing. Amany von Oehsen (BUND), Jürgen Simon (3P Energieplan Viernheim), Jakob Lenz (Forum Energiedialog BW) und Hermino Katzenstein (MdL).

Kavli-Preis 2020 für Max Haider

Am 6. September 2022 überreichte der norwegische König Harald V. den Kavli-Preis an die Preisträger des Jahres 2020 . Die Zeremonie war pandemiebedingt zwei Jahre verschoben worden.

Der Kavli-Preis wird zweijährlich für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Astrophysik, Nanowissenschaften und Neurowissenschaften verliehen. Dr. Max Haider ist einer der vier Preisträger des '2020 Kavli Prize in Nanoscience' 

Die Grüne Liste Gaiberg gratuliert Max ganz herzlich zu dieser ehrenvollen Auszeichnung!

boe

Überreichung KAVLI-Preis 2020

Die Überreichung des Preises an Dr. Max Haider (2.v.l.) durch den norwegischen König Harald V (3.v.l.).

Preisträger KAVLI-Preis 2020

Die Aufnahmen zeigt alle Preisträger des Jahres 2020 in den Disziplinen Astrophysics, Neuroscience and Nanoscience mit dem norwegischen König Harald V.

Fotos: privat/GLG

Erfolgreicher Warentauschtag in Gaiberg

Nach längerer Corona-Pause veranstaltete die Grüne Liste Gaiberg e.V. am 02.07.2022 im Gaiberger Rathaushof wieder einen Warentauschtag.

Schatzsucher jeden Alters versammelten sich schon früh und teilweise lange vor der offiziellen Eröffnung, aber auch Menschen, die Brauchbares weitergeben wollten, das sie nicht mehr benötigten. Und so füllte sich der Gaiberger Rathaushof am letzten Samstagmorgen. Kleider, Haushaltsgegenstände, DVDs, Nippes, Bücher und vieles mehr fanden neue Besitzer. Auch Mokkatassen, eine fast antike Brotscheidemaschine sowie Kassetten samt zugehörigem Recorder waren kaum gebracht – und schon wieder mitgenommen.

Die Mitglieder der Grünen Liste Gaiberg hatten die Tische mit entsprechenden Schildern versehen, sodass alles gleich an die richtige Stelle kam. Viele Gaiberger, aber auch Besucher aus den Nachbargemeinden bedankten sich bei den Initiatoren, dass wieder ein Warentauschtag organisiert wurde. Bedenken, dass man möglicherweise auf den Sachen sitzenbleiben würde, waren nicht angebracht, denn zum Ende der Veranstaltung wurden die übriggebliebenen Dinge in einen Kleintransporter geladen, um zur weiteren Verwendung nach Ungarn gebracht zu werden.

Das Gewimmel war manchmal ziemlich eng, aber viele freuten sich, weil sie nach den drei Jahren Corona-Pause wieder Bekannte treffen konnten.

Auch für kommendes Jahr ist in Gaiberg wieder ein Gaiberger Warentauschtag der Grünen Liste geplant.

MH/boe

Warentauschtag 2022 Grüne Liste Gaiberg

Foto: M. Boeckh

Weitere Bilder vom Warentauschtag 2022 finden Sie im

Bilder-Archiv.

Mitgliederversammlung 2022 der Grünen Liste Gaiberg

Am 02. Juni 2022 fand die Mitgliederversammlung der Grünen Liste Gaiberg e.V. statt.  |  zum Protokoll

Verabschiedung von Gemeinderat Max Haider

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde Dr. Max Haider nach über sechsjähriger Tätigkeit als aktiver Gemeinderat der Grünen Liste e.V. mit zahlreichen Präsenten verabschiedet.

Bürgermeisterin Petra Müller-Vogel bedankte sich ausdrücklich für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Max Haider habe viele konstruktive Anträge gestellt und auch vieles erreicht. Besonders lobte sie sein Engagement für Gaibergs Freiwillige Feuerwehr. Sie dankte ihm im Auftrag aller Gaibergerinnen und Gaiberger und insbesondere der Verwaltung. Auch Gemeinderatskollege und Stellvertretender Bürgermeister Matthias Volkmann (CDU) bedauerte das Ausscheiden Haiders, auch wenn man im Gemeinderat nicht immer einer Meinung gewesen sei.

Gisela Klingmann, Gemeinderatskollegin der Grünen Liste, lobte Max Haider mit sehr persönlichen Worten. „Max Haider ist die personifizierte Bescheidenheit. Ihm ging es nie um sich selber, sondern immer um die Sache“, so Klingmann. Haider habe z.B. neben der Kirchengemeinde viele Vereine und Einzelpersonen am Ort tatkräftig unterstützt. Für ihn seien Klima- und Ressourcenschutz keine Lippenbekenntnisse, sondern Lebensinhalte. Klingmann bedauerte Haiders Ausscheiden und wünschte ihm alles Gute.

Auch Dr. Martin Mühleisen dankte Max Haider im Namen der SPD/Aktive Gaiberger für die kollegiale und gute Zusammenarbeit im Gemeinderat, bevor Haider selbst noch ein paar Dankesworte an den Gemeinderat, die Verwaltung und die Zuhörerschaft richtete. Streit sei immer wichtig, so Haider, aber er sei immer in gegenseitigem Respekt ausgetragen worden. Er sei froh, dass die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Bürgermeisterin so gut gelaufen sei. Sein Ausscheiden aus dem Gemeinderat sei aus rein persönlichen und familiären Gründen erfolgt.

Als Nachrücker für den Gemeinderat steht Gunther Senghas bereit; da dieser in der jüngsten Sitzung erkrankt war, konnte er erst nach seiner Genesung verpflichtet werden. Das galt auch für die Wahl für die neu zu besetzenden Ausschüsse. Beides erfolgte dann in der Gemeinderatssitzung vom 30.03.2022.

boe

Eine kleine Bilanz

 

Prof. Dr. Maximilian Haider hat Ende 2021 seinen Rücktritt aus dem Gaiberger Gemeinderat bekannt gegeben. Er hat die Grüne Liste Gaiberg seit 2016 als Gemeinderat vertreten und war seit der Kommunalwahl 2019 auch 2. Stellvertretender Bürgermeister. Der österreichische Physiker und Firmengründer der Forschungsfirma CEOS in Heidelberg hat seine naturwissenschaftlichen und wirtschaftlichen Erfahrungen im Gemeinderat und diversen Ausschüssen eingebracht. Er hinterlässt eine nicht zu schließende Lücke. Dem 72-Jährigen lagen bei der Arbeit im Gemeinderat die ökologische Entwicklung Gaibergs, der sinnvolle Umgang mit den Finanzen und das soziale Miteinander am Herzen.

Er unterstützte die Freiwillige Feuerwehr als Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr.

Haider forderte z.B., dass Gaiberg, statt das Rathaus für 3 Mio. Euro zu sanieren, einen Neubau neben der Ev. Kirche nach ökologischen Standards errichtet. Das alte Rathaus sollte günstig saniert werden und als Bürgerhaus allen Gruppen und Vereinen zur Verfügung stehen. Leider ist ihm die Mehrheit im Gemeinderat nicht gefolgt. Gefordert hat er auch, dass im Ortszentrum am „Schulbuckel“ eine verkehrsberuhige Zone entstehen sollte, weil wegen der Treppen Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle auf die verengte Fahrbahn ausweichen müssen. Das hat die Verkehrsbehörde abgelehnt.

Besonders war er über die Verwaltung und letzten Endes über den Beschluss des Gemeinderates „erstaunt“, dass nach der ersten Begutachtung des Kindergartens durch ein Architekturbüro die Einholung eines zweiten unabhängigen Gutachtens zum Kindergarten, das mit Kosten in Höhe von 5.000 Euro und einer Verzögerung von ca. ein bis zwei Monaten verbunden gewesen wäre, abgelehnt wurde. Das Staunen ging aber weiter, als dasselbe Architekturbüro, das zum Schluss kam, dass der Kindergarten abgerissen und neu gebaut werden muss, diesen Auftrag ohne weitere Ausschreibung bekommen hat.

Beim Investorenwettbewerb der Bebauung um die Ev. Kirche setzte er sich für eine stärkere Gewichtung der ökologischen Aspekte bei der Bewertung der vorgelegten Entwürfe ein.

CCMH

 

Verabschiedung Max Haider

Nach rund sechs Jahren Tätigkeit als Gemeinderat für die Grüne Liste Gaiberg e.V. wurde Dr. Max Haider von Gaibergs Bürgermeisterin Petra Müller-Vogel verabschiedet.

Foto: M. Boeckh

Der Klimawandel steht längst nicht mehr zur Diskussion
Lokale Klimatrends können den globalen Klimatrend überlagern und ihn bedrohlich verstärken. Ballungsräume scheinen besonders gefährdet, warnen Atmosphärenwissenschaftler. Mit einem der renommiertesten Klimaforscher Deutschlands sprach der Gaiberger Wissenschaftsredakteuer und Redaktionsleiter des ENTSORGA-Magazin Martin Boeckh.

 

ENTSORGA-Magazin: Gibt es keine massiven Ungenauigkeiten bei der Messung physikalischer Parameter der Erdatmosphäre? Selbst wenn man einheitliche, geeichte Messgeräte voraussetzt, so verändern sich doch bisweilen die Messumgebungen: Stationen werden verlagert, oder die Umgebung verändert sich z.B. durch den zunehmenden Wärmeinseleffekt von Ballungszentren. Kann man das ausreichend berücksichtigen, wenn man von globalen Trends spricht?

 

Prof. Dr. Mojib Latif: Die Klimatologie versucht, anhand von Archiven, Messabweichungen heraus zu korrigieren, wenn Stationen verlagert wurden. Die Daten, die wir heute haben, sind nahezu einwandfrei. Selbst wenn es da geringe Abweichungen durch Stationsverlagerungen gibt, so sind diese doch weit weniger bedeutsam als der globale Temperaturtrend. Gegenwärtig haben wir eine globale Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit von 1,1 Grad und diese ist in keiner Weise durch Wärmeinseleffekte zu erklären.

ENTSORGA: Aber der Wärmeinseleffekt selbst ist doch nicht zu leugnen!

Latif: Natürlich nicht. Er ist auch gut messbar. Es gibt von vielen Städten Temperaturschnitte vom Umland zum Zentrum. Selbst innerhalb einer Stadt sieht man solche Effekte: Wo ist Bebauung, wo ist keine. Wo ist es grün und wo gibt es Kühlung durch Wasser und stärkere Verdunstung. Der Stadtinseleffekt ist ganz extrem...

 

Den kompletten Beitrag können Sie >hier kostenfrei als pdf-Dokument herunterladen.
Der Beitrag ist erstmals erschienen im ENTSORGA-Magazin (Mediengruppe Dt. Fachverlag Frankfurt), Ausgabe 2/2021.

Prof. Dr. Mojib Latf

Prof. Dr. Mojib Latif ist einer der wichtigsten deutschen Wissenschaftler für Klima und Atmosphäre. Er leitet die Forschungseinheit Maritime Meteorologie am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Foto: Jan Steffen, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel