Grüne Liste Gaiberg
 
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Historisches
 

Die ‚Grüne Liste Gaiberg’ (GL) ist eine Wählervereinigung, die parteiunabhängig und basisdemokratisch nur in unserem Dorf agiert. 1987 ist sie von dem Physiker Rudolf Werner († 1995) und sechs Gaiberger/Innen gegründet worden. Der Anlass für die neue politische Gruppierung waren die Atomkatastrophe von Tschernobyl von 1986 und die Umweltbewegung. Sie stellte sich 1989 das erste Mal zur Gemeinderatswahl, auch weil der Gemeinderat durch eine verfehlte Bauplanung beim Baugebiet „Links der Heidelberger Straße“ die Gemeindefinanzen Gaibergs tief in die roten Zahlen gebracht hatte.

Mit fast 16 % erhielt die GL zwei Sitze (Christa Charlotte Müller und Knut Bender). 1990 wechselte Knut Bender zur SPD, so dass C.C. Müller bis 1992 allein die GL vertrat bis Rudolf Werner nachrückte, nachdem Knut Bender durch Wegzug das Mandat abgeben musste.

Während dieser ersten fünf Jahre gab die Gruppierung eine kleine Zeitung, die „Zengnessel” heraus, um – manchmal auch satirisch – über die Arbeit des Gemeinderates zu informieren. Für das Layout war die Gaiberger Künstlerin Ilse Kory verantwortlich. Auch die Wahlbroschüren sind von ihr jedes Mal sehr originell gestaltet worden. Während dieser Zeit war Gaiberg oft in den Medien präsent. Es gab sogar zwei Artikel in der Wochenzeitung „Die Zeit“ über die Vorkommnisse im Gemeinderat. Zweimal wurde nach der Kerwe die Kerweschlumpel mit Grünen Locken und den beiden Vornamen der Grünen Gemeinderätin von der Kerweborscht verbrannt. Bei der Wahl 1994 und 1999 verpasste die GL knapp den 2. Sitz und C.C. Müller (seit 2000 Müller-Haider) vertrat immer gut vorbereitet und kritisch zwei Legislaturperioden allein die GL im Gemeinderat. Seit 2004 hat die GL wieder zwei Sitze. Mit Angela Senghas, Erzieherin und Märchenerzählerin, wurden wichtige Impulse für eine umfassende Kinderbetreuung durchgesetzt. Als sie nach drei Jahren wegzog, übernahm mit Ulrich Geilen ein Energiefachmann das Mandat. Ihm ist zu verdanken, dass mit der modernen Pelletheizung für Schule und Kindergarten und der Entscheidung, die Energie für das Rathaus und die öffentlichen Gebäude aus reinem Ökostrom zu beziehen, der Gemeinderat wichtige umweltbewusste Akzente setzte.

Seit der Wahl von 2009 war die GL mit dem Wissenschaftsredakteur Martin Boeckh und der Pfarrerin i.R. Christa Charlotte Müller-Haider – inzwischen die erfahrenste und dienstälteste Gemeinderätin – vertreten.

Wichtig ist der GL, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger am politischen Entscheidungsprozess beteiligen; deshalb haben die Gemeinderäte der GL initiiert, dass das genehmigte Protokoll der Gemeinderatssitzung ins Internet gestellt wird, damit sich die Bürgerschaft informieren und eine Meinung bilden kann. Mit der Gründung einer für alle Bürger offenen Solargesellschaft 2005 hat die Gruppierung mit einer großen Fotovoltaik-Anlage auf dem Schulhausdach einen wichtigen Beitrag zur Energiewende geschaffen. Die GL wurde 2016 in einen eingetragenen, gemeinnützigen Verein umgewandelt. Sie wird koordiniert von Prof. Dr. Maximilian Haider, Physiker, als Vorsitzenden.

Bei der Gemeinderatswahl 2014 errang die Grüne Liste Gaiberg zwei weitere Sitze und war dort mit Holger Hamers, Dr. Hans-Jürgen Hennrich, Christa Charlotte Müller-Haider und Moshe Trost vertreten. Sie ist seither mit vier Sitzen die stärkste Gruppierung im Gaiberger Gemeinderat.
Im Laufe des Jahres 2016 gab es dort einige Veränderungen. Durch den Wegzug von Moshe Trost nahm im November 2016 Alexander Trost den Platz seines Sohnes ein, und im Dezember trat Christa Charlotte Müller-Haider nach 27 Jahren von ihrem Amt zurück. Ihr folgte am 21.12.2016 ihr Ehemann Dr. Maximilian Haider in den Gemeinderat. (>Details hierzu).

Ab November 2017 rückte Gunther Senghas für die GLG in den Gemeinderat nach, da Holger Hamers durch Wegzug aus Gaiberg aus dem Gremium ausscheiden musste.
Bei der Kommunalwahl 2019 errang die Grüne Liste drei Plätze. Dr. Max. Haider, Gisela Klingmann und Dr. Hans-Jürgen Hennrich wurden in den Gemeinderat gewählt.

Details zur „Grünen Liste Gaiberg e.V.”